Frauen in der Politik

Bei den Wahlen zur verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 erhielten Frauen – nach langem Kampf für Gleichberechtigung – das aktive und passive Wahlrecht. Was bedeutet dieser Meilenstein der Demokratie heute? Corinna Schneider, Mitglied im Vorstand Landesfrauenrates Baden-Württemberg, stellt am Mittwoch, 5. Juni 2019, 19:00 Uhr in der KVHS Norden die Bedeutung des Frauenwahlrechts für die politische Beteiligung und Ermächtigung von Frauen damals und heute dar.

Das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzleramt in Berlin.

Das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: noxoss, Bernd Petrikat, pixabay.com, CC0)

Mit dem Einzug von 37 Parlamentarierinnen in die Nationalversammlung 1919 begann die politische Partizipation von Frauen in Deutschland auf Reichs- und Länderebene. Wie entwickelte sich der Anteil der Frauen im Parlament in der Weimarer Republik und nach 1945, welche politischen Ziele setzten die Parlamentarierinnen durch, womit scheiterten sie und welche Politikfelder besetzten sie? Die Durchsetzung des Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz („Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“) durch die Mütter des Grundgesetzes hatte nachhaltige Folgen auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland. Dennoch stellte Elisabeth Selbert noch 1981 fest: „Die mangelnde Heranziehung von Frauen zu öffentlichen Ämtern und ihre geringe Beteiligung in den Parlamenten ist doch schlicht Verfassungsbruch in Permanenz.“ Wo stehen wir heute?

Der Vortrag bildet den Abschluss der Reihe zu 100 Jahren Frauenwahlrecht, die die KVHS Norden in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Norden veranstaltet. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

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